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ITB Berlin Kongress: Mario, der humanoide Hotelroboter überzeugt vor allem als Entertainer

Hotelroboter Mario auf dem ITB Berlin Kongress

Er ist klein, er hat Kulleraugen und ein helles Stimmchen, alle lächeln ihn verzückt an: Mario, der erste humanoide Hotelroboter hat das Zeug, für seinen Namen stiftenden Arbeitgeber (die „Marriott“-Kette) zum Sympathieträger und Markenbotschafter Nummer eins zu werden. „Ich bin 57 Zentimeter groß, wiege sechs Kilogramm und spreche 19 Sprachen“, sagt die bewegliche Kunststofffigur. „Ich kann tanzen, singen und wenn du willst, rufe ich die Katze für dich.“ Sprichts, geheimnisumwoben, richtet sich zu voller Größe auf und beginnt, die Hüften im Macarena-Takt zu schwingen.

Doch was kann die per Tablet-Interface gesteuerte Figur wirklich? „Bei uns hat Mario drei Jobs: An der Rezeption begrüßt er unsere Gäste – in 19 Sprachen – und händigt ihnen die Schlüsselkarte aus. Im Kongress- und Eventbereich kann er zudem Powerpoint-Folien vorlesen und die Speisen auf dem Buffet erklären. Nicht zuletzt sorgt er für Unterhaltung“, sagt Roger Langhout, General Manager, Ghent Marriott Hotel. Mario zaubere ein Lächeln auf jedes Gesicht, verankere Marke und Aufenthalt als einzigartiges Erlebnis fest in den Köpfen der Gäste.

Sein Erfolgsgeheimnis: zwei Arme, zwei Beine und ein Kopf. Er ist menschenähnlich und bleibt zugleich als Roboter erkennbar. „Dass ein Roboter wie einer aussieht, ist eine westliche Vorliebe“, weiß Fabrice Goffin, Co-CEO QBMT / Zora Robotics. „Asiaten bevorzugen künstliche Intelligenz, die ihnen äußerlich stärker gleicht.“ Mit einem 34-köpfigen Team entwickelt er die Software für Mario und seine Kollegen. Während die Erfinder der Vision vom echten R2D2 oder C3PO folgen, arbeitet die Mario-Klasse bereits in verschiedenen Hotels, in Kinderkrankenhäusern und Seniorenheimen, als Unterhalter, Vorleser, Vorturner, Angstnehmer und kleiner Freund.

„Marios Größe prädestiniert ihn als Buddy“, so Goffin. Sein Preis vielleicht noch nicht: 15.000 Euro kostet das System – oder 250 Euro monatliche Leasingrate. Langhout findet, das rentiere sich: „Wir genießen nicht nur außergewöhnliche Aufmerksamkeit, sondern entdecken auch jeden Tag weitere Einsatzmöglichkeiten.“

Isabel Bommer
 

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