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ITB Berlin Kongress: Myanmar will den Tourismus in bislang unbekannten Regionen fördern

Wie lässt sich ein massiver Zuwachs im Tourismus nachhaltig gestalten? Vor dieser Herausforderung steht derzeit das südostasiatische Land Myanmar. Wurde das Land, das früher Burma genannt wurde, vor fünf Jahren noch von einer Million Ausländer besucht, waren es im vergangenen Jahr bereits mehr als drei Millionen. „Wir müssen das Wachstum managen, und wir müssen es nachhaltig managen“, proklamierte Mario Hardy von PATA auf dem ITB Berlin Kongress. Wichtig sei, vom „Bucket list–Phänomen“ wegzukommen. „Wir wollen Touristen ermutigen, über die Hauptsehenswürdigkeiten hinauszugehen, denn das wird helfen, das Leben der Menschen zu verbessern“, zeigte sich Hardy überzeugt. Für Myanmar heißt dies, nicht nur Highlights wie Bagan oder die Shwedagon-Pagode in Yangon in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auch andere touristische Regionen zu erschließen. Eine davon ist der Kayah-Staat im Osten des Landes, der erst seit wenigen Jahren für den internationalen Tourismus zugänglich ist. Dieser habe eine vielfältige Natur und ein interessantes kulturelles Erbe zu bieten, erklärte der Tourismusberater Pascal Khoo Thwe aus Myanmar, und verwies auf die Traditionen einer vorbuddhistisch–animistischen Kultur.

Willem Niemeijer vom Veranstalter Khiri Group & Travel & Reach zeigte auf der ITB Berlin großes Interesse daran, im Kayan-Staat erste Projekte zu beginnen. „Wir wollen gerne im Kayah-Staat etwas machen“, erklärte Niemeijer, der von einer Reihe von erfolgreichen Projekten in Thailand, Kambodscha und im an den Kayah-Staat grenzenden Kayin-Staat berichten konnte.

Sein Land, so erklärte Phyoe Wai Yar Zar vom Myanmar Marketing Committee, erwarte in diesem Jahr bereits über vier Millionen Besucher. Um die Entwicklung nachhaltig zu gestalten, setze man überwiegend auf Private-Public-Partnerschaften. Unterstützt wird Myanmar bei seiner touristischen Diversifizierung zudem von verschiedenen Entwicklungshilfeorganisationen und Stiftungen aus Deutschland und aus den Niederlanden sowie vom International Trade Center ITC. 

Rainer Heubeck
 

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