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ITB Webinar: Sharing Economy und die Zukunft des Reisens

Gastbeitrag von Wouter Geerts, Travel Analyst – Lodging, Euromonitor International

Je nachdem, wen aus der Hotelindustrie man fragt, werden Sharing Economy Plattformen wie Airbnb und HomeAway entweder eine nicht zu vernachlässigende Größe oder einfach nur als eine störende Randerscheinung bewertet. Sie bewirkten entweder etwas Gutes oder förderten illegale Praktiken; diese Unternehmen änderten das zukünftige Gesicht der Hotelbranche oder verschwänden wieder still und leise, sobald sich die Vorlieben der Kunden ändern. Eines ist jedoch sicher, überall in der Hotelbranche wird derzeit über die Legalität, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und über zerstörerische Fähigkeit der Sharing Economy Plattformen diskutiert.

Polarisierung der Hotellandschaft

Allen Neinsagern zum Trotz wird immer deutlicher, dass Peer-to-Peer-Plattformen die Branche verändern. Ein Blick auf die Hotellandschaft zeigt aktuell zwei (große) Lager, die eine polarisierte Umgebung bilden. Auf der einen Seite stehen traditionelle Anbieter wie Hotels, Timeshares, Hostels und Apartments für Servicegäste oder Selbstversorger, während auf der anderen Seite die stetig wachsenden Peer-to-Peer-Plattformen Gästezimmer, Häusertausch und Ferienunterkünfte anbieten. Auch wenn es momentan zu Überschneidungen und einigen Fusionen – Wyndham Worldwide investiert beispielsweise in Love Home Swap und Hyatt in OneFineStay – kommt, gibt es eine deutliche Kluft zwischen beiden Lagern. Dabei wehrt sich vor allem das traditionelle Lager gegen die Peer-to-Peer-Plattformen.

In ähnlicher Weise lässt sich beobachten, dass diese Unterkunftsanbieter auch von zwei Arten von Transportmitteln bedient werden: Gäste können entweder eher traditionelle Massenverkehrsmittel nutzen oder auf die Angebote des Shared Transport, darunter Mitfahrgelegenheiten, Car- und Bike-Sharing, zurückgreifen. Die Spannungen zwischen diesen beiden Lagern sind ähnlich hoch, wie Proteste und Unruhen in Städten wie Paris und London zeigten, als traditionelle Taxifahrer und Uber-Fahrern aufeinander prallten.

Fusionen sind zu erwarten

Wir bei Euromonitor International vermuten, dass es in den kommenden Jahrzehnten immer mehr Fusionen geben wird, sowohl zwischen traditionellen Vertretern und Peer-to-Peer-Akteuren als auch innerhalb der Lager selbst. Dies könnte zur Bildung von Knotenpunkten oder zu Zusammenschlüssen von Unterkunftsanbietern führen, was wiederum bedeuten könnte, dass Business-Hotels, Luxushotels, Freizeitressorts, Timeshares, Hostels und Ferienhäuser alle an einem geographischen Ort zusammenkommen und dort mit Einzelhandels- und Unterhaltungsangeboten versorgt werden. Alternativ könnte die geographische Lage aber auch gar keine so große Rolle mehr spielen, wenn verschiedene Unterkunftsanbieter in einer Stadt oder einer Nachbarschaft alle über einen zentralen Knotenpunkt mit Dienstleistungen wie Schlüsselübergabe, Concierge-Service, Flughafentransfer, etc. versorgt werden.

Diese Knotenpunkte werden durch eine Mischung aus Massenverkehrsmitteln und Shared Transport-Optionen bedient – ein multimodales Netzwerk entsteht. Die Menschen sind nicht mehr nur noch auf ein einziges Verkehrsmittel angewiesen, um an ihr Ziel zu kommen und/oder die Gegend zu erkunden. Stattdessen werden die Menschen – was sich ja dank mobiler Anwendungen schon heute beobachten lässt – bei der Planung ihrer Reiserouten mehr als nur ein Transportmittel nutzen. Peer-to-Peer-Transport wird mit den Massenverkehrsmitteln kombiniert werden müssen, da die Zahl der Reisenden drastisch ansteigen wird.

Wie man sich auf Veränderungen im Geschäftsumfeld vorbereitet

Weitere Informationen über den Einfluss der Sharing Economy auf die Wirtschaft und darüber welche Herausforderungen, Möglichkeiten und Zukunftsszenarien sie mit sich bringt, gibt das ITB Academy Webinar in Zusammenarbeit mit Euromonitor International.

Ein kostenloses Exemplar des Berichts „Hotels und die Sharing Economy: Was bringt die Zukunft?” ist bei Euromonitor International erhältlich.

Für mehr Informationen zum Reisebericht von Euromonitor International sende Sie bitte eine E-Mail an press-london@euromonitor.com.

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