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John C. Kornblum: „Westliche Werte werden bleiben“

John Christian Kornblum, Senior Counsellor, Noerr LLP ehem. US-Botschafter in Deutschland

„Wir treten in eine Zeit der Irrationalität ein, aber die westlichen Werte werden überleben, weil sie funktionieren.“ Mit dieser Botschaft verbreitete der ehemalige Botschafter der Vereinigten Staaten und heutige Politikberater John C. Kornblum auf dem ITB Berlin Kongress Optimismus. In seiner Keynote „Die neue Ära der Weltordnung: Die Multiplikation  der Krisen“ leitete er diese positive Sicht daraus ab, dass zwar im Moment einfache Lösungen überall in der Welt Gehör fänden, aber ihre Protagonisten am Ende nicht mit einer digitalisierten Welt umgehen könnten, die unendliche Datenmengen in Echtzeit für fast alle verfügbar gemacht hat. „Ziele wie 'Make America Great Again' oder 'Frankreich den Franzosen' werden am Ende nicht funktionieren“, meinte er. Die Macht werde am Ende in jene Nationen fließen, die mit dem digitalen Zeitalter umzugehen verstehen. Als Beispiel nannte er Estland, das derzeit eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung des Alltags einnimmt. Allerdings müssten diejenigen, die westliche Werte bewahren wollten, sich darauf einstellen, dass die Menschen nicht in erster Linie mehr Beratern vertrauten, sondern ihre Argumentationsbasis eben aus den Daten bezögen. „Wer sich auf Werte beruft und Werte schafft, wird überleben“, schloss Kornblum. Das gelte auch für die Tourismusindustrie.

Thomas Rietig

www.itb-kongress.de

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