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Kreuzfahrer lieben Bremerhaven: 120.000 Seelen-Ort erwartet 150.000 Gäste

Nach anfänglicher Durststrecke hat sich Bremerhaven im Kreuzfahrt-Geschäft etabliert: mit einem der modernsten Terminals in Europa, einem Gastgewerbe, das seine Kapazitäten ausgebaut hat, und einer attraktiven Hafenwelt, die die Ozeanreise einzigartig abrunden soll. 2017 sollen hier 150.000 Reisende an Bord gehen, 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ginge es nach Oberbürgermeister Melf Grantz, dürften es 2018 gerne 200.000 werden. Er weiß, dass etwa 20 Prozent der Gäste ein bis zwei Nächte vor oder nach der Reise dranhängen (2016 waren es 2,5 Millionen Übernachtungen) – und ist überzeugt, dass die nur 120.000 Einwohner zählende Kommune alle willkommen heißen wird.

TUI Cruises läuft Bremerhaven 2017 elf Mal an und plant, diese Zahl 2018 zu verdoppeln. COSTA Kreuzfahrten haben dieses Jahr den Erstanlauf, zehn weitere werden folgen. „Platzhirsch“ PHÖNIX Reisen ist 37 Mal vor Ort, mitunter mit vier Schiffen zugleich. Das sei in sich eine Attraktion, findet Martin Seiffert vom örtlichen IHK-Ausschuss für Tourismus. 50 Prozent mehr Hafenanläufe seien bei weiterhin enger Zusammenarbeit auch seiner Meinung nach problemlos zu schaffen – vor allem, wenn die Städte Bremerhaven und Bremen noch stärker von den Durchreisenden profitieren könnten. „Wir vermarkten Bremerhaven ganz klar mit“, sagte Michael Schulze, PHÖNIX Reisen. „In Zeiten des Internets buchen viele individuell, da geben wir zwar gerne Hinweise, aber konzentrieren uns doch auf unser Kernprodukt“, meinten Wybcke Meier, TUI Cruises, und Hardy Puls, COSTA Kreuzfahrten. „Jeder muss seine eigenen Destinationen entwickeln“, schloss Grantz und öffnete damit eine Tür für Differenzierung trotz gleichen Hafens – durch die er gerne auch AIDA noch führen würde.

Gezielt weiter in die Infrastruktur zu investieren, halten Grantz und Politikkollege Martin Günther, Bremer Senator für Wirtschaft und Hafen, allerdings für noch wichtiger. Von einer Öffnung des Hafens nach Süden, welche die städtischen Attraktionen näher an die Anleger heranbringt, ist die Rede. Veit Hürdler, Columbus Cruise Center, bestätigte ferner, verflüssigtes Erdgas (LNG) als umweltfreundlicheren Treibstoff für den Schiffsmotor der Zukunft liefern zu können. „Was wir bisher getan haben, hat sich ausgezahlt. Jetzt gilt es, planvoll weiter zu investieren“, unterstützte Günther.         

Isabel Bommer

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