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Mit Leidenschaft für offene Grenzen

© Paavel Liik

Touristiker aus Spanien und Österreich plädieren auf der ITB Berlin NOW Convention für einen gemeinsamen europäischen Weg aus der Krise

Wie geht es mit dem Tourismus in Europa weiter? Auf der ITB Berlin NOW Convention plädierten Norbert Kettner, Managing Director Vienna Tourist Board, und Arturo Ortiz Arduan, Director Turespaña Deutschland, leidenschaftlich für europäische Zusammenarbeit und offene Grenzen. „Wir in Wien hängen vom internationalen Markt ab, mehr als 82 Prozent unserer Besucher kommen normalerweise aus dem Ausland. Der Inlandsmarkt kann in der Erholungsphase eine gewisse Rolle spielen, aber er wird dies nie ersetzen können", erläuterte Kettner, der sich fast beschwörend für eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung zur Wiederbelebung aussprach. „Wir stehen vor der Frage, wie sich unser gesamter Kontinent erholen kann, da hilft klein-klein nicht weiter", beteuerte Kettner, der dafür plädierte, bei einem europäischen Ansatz auch Großbritannien und Israel mit einzuziehen.

„Ich war sehr niedergeschlagen, als der Tourismus im vergangenen Jahr plötzlich unter nationalistischen Vorzeichen diskutiert wurde und ein regelrechtes Blame Game entstanden ist, das letztendlich nirgendwohin führt. Wir müssen diese gegenseitigen Schuldzuweisungen überwinden, wieder zusammenarbeiten und gemeinsam neue Konzepte entwickeln", sagte Kettner.

Auch Arturo Ortiz Arduan setzt beim touristischen Neustart auf eine europäische Lösung – diese ist aus seiner Sicht insbesondere im Bereich der Impfungen und beim Impfnachweis notwendig. „Durch die EU haben wir in der Vergangenheit Reisefreiheit bekommen. Ich setze darauf, dass die Impfung alle überzeugen wird, dass die Grenzen nicht länger geschlossen bleiben dürfen", beteuerte Arduan. Der Turespaña-Vertreter verwies darauf, dass ein Großteil der Deutschen, die normalerweise nach Spanien reisen, dies zum wiederholten Mal tun würden. „Wer Urlaub am Strand machen möchte, der will nicht unbedingt im eigenen Land in eine Berghütte fahren", gab Arduan zu bedenken.

Text: Rainer Heubeck

 

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