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Lieber Trump als Brexit

Der EU-Austritt Großbritanniens birgt größere Risiken für die Tourismusindustrie als die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Das ergibt sich aus Statistiken der Marktforschungs-Firma Euromonitor, die deren Reisespezialistin Caroline Bremner auf der ITB Berlin 2017 bekanntgab. Insgesamt aber dürften negative Einflüsse beider Ereignisse sich in Grenzen halten, da die größten Treiber aus Asien kommen. Dort erreichen bald Millionen von Menschen ein Wohlstandsniveau, das ihnen Auslandsreisen überhaupt erst ermöglicht. Selbst ungünstige Szenarien sagen ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 5,7 Prozent für China und 7,7 Prozent für Indien bis 2030 voraus.

Eine große Gefahr für die Branche besteht in Großbritannien darin, dass der Löwenanteil der touristischen Dienstleistungen von Menschen mit Migrationshintergrund erbracht wird. Dennoch wird mit einer signifikanten Erhöhung der Arbeitslosenzahl gerechnet. Die Zahl der internationalen Besucher dürfte sich dagegen kaum verringern. Da die Briten schon heute an der Spitze der mobil digital Vernetzten stünden, könne allerdings mit Sicherheit gesagt werden, dass Unternehmen, die den mobilen Markt vernachlässigten, schlechte Karten für gute Geschäfte auf den Inseln haben, erklärte Bremner.

Sie räumte ein, dass eine Vorhersage für die USA schwierig sei. „Da wird viel Lärm gemacht“, meinte sie, aber wichtigen Indikatoren blieben stabil und zeigten nach wie vor nach oben. Es komme darauf an, ob sich positive Treiber wie Asien-Wachstum und Digitalisierung gegen Unsicherheiten am Wohnungsmarkt und Abschottungstendenzen durchsetzen.

Thomas Rietig

Internet: www.euromonitor.com

Halle 4.1

E-Mail: caroline.bremner@euromonitor.com

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