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Mehr als nur ein Regenbogen: Erster LGBT Tourism Talk während der Tourism Indaba stellt Bedürfnisse von LGBT-Reisenden in den Mittelpunkt

© Jason Fiddler

Die Tourismusindustrie Südafrikas öffnet sich immer mehr LGBT-Reisenden (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender). Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um in diesem wachsenden Nischenmarkt erfolgreich zu sein, wurde am 9. Mai 2016 bei einer Diskussion im Rahmen des Tourism Indaba, eine der größten Reisemessen Afrikas, erläutert. Die Gesprächsrunde wurde von der ITB Berlin initiiert und stellte die erste Veranstaltung dieser Art zwischen Tourism Indaba und der afrikanischen Reiseindustrie dar. Rika Jean-Francois, Commissioner Corporate Social Responsibility ITB Berlin und Vorstandsmitglied der International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA) and IGLTA Foundation, gab einen Überblick über den Umfang und den Wert dieses Nischenmarktes. Die ITB Berlin engagiert sich seit vielen Jahren für LGBT-Reisen sowie die Förderung von Menschenrechten und Corporate Social Responsibility. Laut Angaben der United Nations World Tourism Organisation beläuft sich der globale Markt für LGBT-Tourismus auf 160 Milliarden US-Dollar jährlich. Allein der amerikanische „Pink Tourismus“ wird auf über 54 Milliarden US-Dollar jährlich beziffert.

Zu den Entwicklungsmöglichkeiten und Voraussetzungen, um an diesem Markt nachhaltig teilzunehmen, diskutierten verschiedenste Vertreter der Tourismusindustrie. Margie Whitehouse, Chief Marketing Officer South African Tourism, appellierte an die südafrikanische Reiseindustrie, sich der Herausforderung zu stellen und den LGBT-Reisemarkt in vollem Umfang zu unterstützen. Mmatsatsi Ramawela, CEO Tourism Business Council South Africa, erklärte, dass noch viel Schulung und Verständnis nötig sei innerhalb der Reiseindustrie. Jason Fiddler, Gründungsvorsitzender KZN Gay & Lesbian Tourism Association und CEO Travel & Show, wies darauf hin, dass die Industrie nach vielen Jahren endlich aufgewacht sei, ein Wandel aber Zeit brauche. Eine Regenbogenflagge im Marketing-Material zu zeigen, sei nicht genug, Reiseanbieter sollten einen klaren Standpunkt vertreten. Rudi Waagenaar, Inspirational Places, ermutigte die Reiseindustrie zu mehr Engagement, zum Beispiel im Rahmen einer aktiven Mitgliedschaft in IGLTA, um damit ihre Interessen voranzutreiben. Martina Barth, LETSGOTHERE, wies darauf hin, dass es häufig kleine Nuancen sind, die die Wahrnehmung von Reisenden positiv ändern können sowie Toleranz und Akzeptanz vermitteln.

Foto: Jason Fiddler

Auf dem Bild (v.l.n.r.): Rika Jean-Francois, Commissioner CSR ITB Berlin and member of the Board of Directors of IGLTA and IGLTAF;  Mmatsatsi Ramawela, CEO Tourism Business Council of South Africa; Margie Whitehouse, CMO South African Tourism Jason Fiddler, founding chairperson of KZN Gay & Lesbian Tourism Association, CEO Travel & Show; Martina Barth, Letsgothere; Rudi Waagenaar, Inspirational Places; Justin Barnette, Marketing & Comms Manager, South African Tourism, USA

 

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