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Mehr als Straßen und Brücken

© Ferdinand Stohr

U.S. Travel-Chef fordert auf ITB Berlin NOW intelligente Mobilität im Kampf gegen den Klimawandel

Die Tourismusbranche in den Vereinigten Staaten müsse sich „aggressive Ziele“ zur Eindämmung der globalen Erwärmung setzen, forderte der Präsident der U.S. Travel Association, Roger Dow, auf der ITB Berlin NOW Convention. Statt pauschaler Verbote erwarte er den verstärkten Einsatz neuer und intelligenter Technologien.

Die wirtschaftlichen Schäden der Pandemie beliefen sich auf mehr als das Doppelte der Großen Depression in den 1930er Jahren, sagte Dow. Allein im Tourismus hätten 51 Prozent der Beschäftigten ihre Arbeit verloren. Das internationale Incoming-Geschäft sei um 76 Prozent eingebrochen. Er forderte ein Bündel von Maßnahmen für einen neuen Aufschwung, bei dem die Senkung der klimaschädlichen Emissionen stets mitgedacht werden müsse. Das gelte aber international und nicht nur für die USA. „Ohne Events wie die ITB werden wir uns nicht erholen“, sagte Dow.

Er setzte dabei auch auf die Mithilfe der neuen Regierung unter Präsident Joe Biden. Sie sei „sehr engagiert“ in Sachen Klimawandel. Aber es komme auf die richtige Balance an. Bei alternativen Antrieben für Autos dürfe nicht ausschließlich auf Elektromobilität gesetzt werden, meinte der U.S. Travel-Präsident. Im öffentlichen Nahverkehr seien die USA im weltweiten Vergleich schlecht aufgestellt, hauptsächlich wegen der großen Entfernungen. Das müsse besser werden, da es jetzt bessere Lösungen gebe, „als immer nur Straßen und Brücken neu zu bauen“.

Wesentliche Segmente, für die die Branche neue Lösungen entwickeln müsse, seien der Geschäftsreiseverkehr und das Kongresswesen. Dort müssten Haftungsfragen geklärt werden, und die Politik müsse flexibler werden. Es mache wenig Sinn, Massenveranstaltungen allein von der bloßen Teilnehmerzahl abhängig zu machen. „250 Personen in einer Telefonzelle sind natürlich zu viel, aber in einer Messehalle könnten sie sich ohne großes Ansteckungsrisiko aufhalten“, sagte er. Seine Hoffnung setzte er auf die junge Generation, die „den Fokus mehr auf Nachhaltigkeit setze. Denn „ohne Reisen werden wir einen wichtigen Teil unseres Lebens verlieren“.

 

Medienkontakt:

www.ustravel.org

 

Text: Thomas Rietig

 

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