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Milliardenmarkt Luxusreise: Individualität – koste es, was es wolle

Zu Luxusreisen gehört auch eine luxuriöse Beförderungsleistung. Was bedeutet Luxus für Reisen auf der Straße, auf dem Wasser und in der Luft? Repräsentanten von Top-End Luxury-Verkehrsträgern diskutierten im ITB Berlin Kongress unter der Moderation von Prof. Dr. Roland Conrady, Wissenschaftlicher Leiter des ITB Berlin Kongresses, die Markttrends, Potentiale und Herausforderungen. Luxusreisen seien ein sehr wichtiges und stark wachsendes Segment – auch auf der ITB Berlin, so Moderator Conrady. Doch die Definition von Luxus varriere. Gehe der Trend doch weg von Blingbling und Angeber-Luxus hin zu Faktoren wie mehr Zeit, mehr Natur, mehr Freiheit, müssen auch die Beförderungsmittel mit diesen Kundenwünschen mithalten.

Stephan Grandy, Senior Manager Global Sales Products and Programs & Lufthansa Private Jet, bestätigte, dass die Nachfrage seines Produktes nicht auf Prestige aufbaue, sondern auf dem Wunsch nach höchstmöglicher Flexibilität und Zuverlässigkeit: „Die Lufthansa Private Jets sind die Antwort auf Kundengruppen, die immer mehr Flexibilität, Service und Zeitgewinn wünschen.“ Auch Dr. Jens Wohltorf, CEO des Chauffeur- und Concierge-Services Blacklane, zeigte sich überzeugt, dass es für die Mehrzahl der Premium- und Luxuskunden in erster Linie darum gehe, Stress aus der Reise zu nehmen, um sich auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren zu können. So entstünde ein Luxus- und Wohlfühlambiente, für das die Kunden bereit seien, zu bezahlen.

Marcus Krall, Director der Ocean Independence GmbH, lenkte mit seinem Yachtbroker den Blick aufs Wasser: “Natürlich gibt es Kunden, die die Yacht mieten und dann im Hafen von Monaco liegen, um gesehen zu werden.” Aber der Großteil der Kunden wolle einfach flexibel in der Routenwahl sein und das Maximum an Freiheit und Komfort genießen. „Schöne Kabinen und gutes Essen kann ich auch auf guten Kreuzfahrtschiffen bekommen“, erklärte Krall. Aber dann fahre ich eben mit allen anderen Passagieren nach Rom oder Sardinien, auch wenn ich vielleicht spontan andere Wünsche hätte. „Unsere Kunden sind Herrscher ihrer Routen. Das wissen unter anderem auch Familien sehr zu schätzen.“ Er habe Yachten ab 24 Metern im Angebot, und wollte den Vergleich mit AirBnB nur bedingt gelten lassen, da es sich bei seinem Geschäft um ein deutlich anderes Niveau handele. Dennoch sei das Grundkonzept ähnlich: Es sorge für bestmögliche Vermietung der Yachten im Auftrag der Besitzer. „Es handelt sich im Schnitt um Preise von 100.000 US-Dollar die Woche“, umriss Krall die Größenordnung.

Die Zuschauerfrage, wie diese Luxustransportmittel zu den während der ITB Berlin so vielfältig diskutierten Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz passen, beteuerten alle Podiumsteilnehmer, die Themen in ihren Unternehmen im Blick zu haben und ernsthaft anzugehen, soweit das möglich sei. „Doch seien wir ehrlich: Ein Urlaub auf einer Superyacht ist nicht der ökologischste Urlaub der Welt“, bekannte Marcus Krall.

Antje Hennecke-Lückingsmeier

 

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