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Die Mongolen sind wiedergekommen - mit friedlichen Absichten

Mongolei

Wer kann von sich schon sagen, ein Pferd in Ulaanbaatar stehen zu haben? Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier bekam es als Gastgeschenk vom mongolischen Präsidenten Tsakhiagjiin Elbegdor, als er im Sommer 2014 das diesjährige Partnerland der ITB Berlin besuchte. „Ein auch politisch anregender Besuch“, resümierte Steinmeier ein halbes Jahr später auf dem Eröffnungsabend der 49. ITB Berlin. Kurzfristig ist der erfahrene Vielreisende – im vergangenen Jahr legte Steinmeier mit 360.000 Flugkilometern eine Reise von der Erde zum Mond zurück – für Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingesprungen. Im neuen Berliner Tagungs- und Kongressort City Cube, das erstmals die Auftaktveranstaltung der ITB Berlin durchführte, schildert er seine Eindrücke. Sein Geschenk mit Namen „donnernde Hufe“ ließ Tierliebhaber Steinmeier bewusst in dem Land, das mehr Pferde als Menschen zählt. Sichtlich beeindruckt erzählt er von der „wunderbaren Gastfreundschaft“. In der Jurte des Präsidenten, dem traditionellen Zelt mongolischer Nomaden, hat der deutsche Minister beim Naadam-Fest das langjährige kulturelle Erbe der Mongolen kennengelernt. Und so scheint Steinmeiers Angebot aufrichtig zu sein. Auf der weltgrößten Tourismusmesse bietet er Präsident Elbegdor an: „Wenn Sie wollen, können Sie mich gern als Werber nutzen.“
Denn der Präsident ließ es sich nicht nehmen, persönlich nach Berlin zu kommen. In seiner Ansprache wirbt er für sein Land in der Übergangsphase zur Marktwirtschaft: „Die Mongolei ist es wert, von allen besucht zu werden.“ Weit reicht die Geschichte der Mongolen zurück. Präsident Elbegdor verwies stolz auf die legendären Vorfahren: „Unter Dschingis Khan und Khubilai Khan haben wir das größte Reich in der Geschichte geschaffen.“ Mit Blick auf die Etablierung im touristischen Markt fügte er augenzwinkernd hinzu: „Die Mongolen sind wiedergekommen, diesmal mit friedlichen Absichten.“ 
Engagement und Wille legte das Partnerland auch in sein fulminantes Show-Programm, mit dem zahlreiche mitgereiste Künstler das Publikum in Bann gezogen haben. Als Dank gab es Standing Ovations. Mit Leichtigkeit und Präzision versetzten temperamentvolle Musiker und Tänzer den funktionalen Saal in die Weite der Mongolei. Ihre facettenreichen hochprofessionellen Darbietungen spannten den Bogen von UNESCO-geschützter Tradition zu Moderne, sehnsüchtiger Longsong ließ Weite und Wind der Steppe erahnen, Pferdekopf-Geigen verbreiteten kraftvolles Temperament, und drei Kehlkopf-Sänger verzauberten als hallende Schwingkörper.     Redaktionsbüro Schwartz
 

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