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Öl- und Honig-Routen: Marokko-Frauen werben um Gäste

Marokko, Berber-Frauen

Immer öfter wollen europäische Urlauber an den sonnigen Stränden der Agadir-Region in Marokko auch die Bergdörfer im Atlasgebirge kennen lernen. Als Tagesausflug gehört das zum Standardprogramm aller großen Hotelanlagen der Küste. Übernachtungen in Dörfern und Kontakte zu Einheimischen und Frauengruppen sind noch selten.

Kommunen und Organisationen, in denen Frauen sehr aktiv sind, werben mit Öl- und Honigrouten, ländlichem und nachhaltigem Leben sowie privaten Zimmern um Gäste auf aller Welt. „Wir haben in den Dörfern rund um Agadir nach interessanten touristischen Möglichkeiten gesucht und sind gerade in der nördlichen Region im Hohen Atlas fündig geworden“, sagte Khadija El Mamoun, Direktorin von RDTR, einem regionalen Zusammenschluss der Argan Biosphären Region. Sie ist zum ersten Mal auf der ITB Berlin, um mit Veranstaltern ins Geschäft zu kommen und Kontakte  auch mit Frauenkooperativen zu knüpfen.

Neben Strandurlaub und Königsstädten wird auch die lebendige Kultur der Berber nun öfter nachgefragt. Längere Touren in den Hohen Atlas haben nur sehr wenige Veranstalter im Angebot.  „Reisende möchten häufig authentische Erfahrungen machen, in islamischen Ländern bewusst Frauen stärken und direkt vor Ort in den Dörfern mehr Zeit verbringen, als nur kurz ein paar Fotos machen und dann zurück ins Strandhotel.“ Das sagte Petra Thomas, Geschäftsführerin vom „forum anders reisen“, einem Zusammenschluss von über 100 kleineren  Reiseveranstaltern, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. „Viele Kunden möchten gern dazu beitragen, dass auch abgelegene Regionen am Tourismus teilhaben, auch in Marokkos Wüsten- und Berberregionen, wo es einige Frauenkooperationen gibt.“

Wer Interesse hat, kann Dörfer besuchen, in denen die berühmten Argan-Ölbäume stehen, und auch die selbstbewussten Frauen der Afoulki-Kooperative treffen. In der Region wird auch der Safran der Taliouine-Region vermarktet. Lohnenswert sind Hausbesuche bei den Berberstämmen der malerischen Dörfer in der Region Ida Outanane, wo seit Jahrhunderten auch hochwertiger Honig produziert wird.  Mit modernen Jeeps geht es in die Berge. Wenn ein Ort „Ait“ heißt, so weiß der Reisende, dort siedeln Berber - mit eigener Sprache und Kultur. Oft schlängeln sich die gut ausgebauten Strassen durch bunte Marktflecken mit großen Steinhäusern bis tief in die Berge. Es geht vorbei an kilometertiefen Felshöhlen, die man besichtigen kann - oder man erwandert Orte mit traditionellen Bienenstöcken, wo der Besucher mit frischem Brot, Honig und Minztee belohnt wird.

Frauen mischen mit: Ob auf der Straße des Honigs, beim berühmten Argan-Öl, beim Safrananbau oder im Management der Region. „Wir sind bereit – was fehlt, sind jetzt die europäischen Partner“, so Kahadija El Mamoun. „Die Hotels in der Präfektur Ida Outane sind teils rustikal,  teils haben sie aber wirklich modernen hohen Ökostandard“, sagte Hassan Aboutayeb. Er ist seit langem im Nachhaltigkeits-Tourismus aktiv und hat sein eigenes preisgekröntes Hotel „Atlas Kasbah Ecolodge“ zu einer Art modernem Wohlfühl-Museum mit Öko-Touch umgebaut.

Bernd Kubisch

Organisation „RDTR“/Afoulki Kooperative/Tata Region

Halle 4.1, 218

Pressekontakt: Mr. Abdehahim, Mrs. K. El Mamoun

E-Mail: rdtmaroc@gmail.com

Tel.: +2120528828848 c/o Andreas Hilmer +49172 4102977 http://www.maroc-tourisme-rural.com/

 

forum anders Reisen e.V.

Halle 4.1, 211

Petra Thomas

E-mail: info@forumandersreisen.de

Tel.: +49401812604

www.forumandersreisen.de

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