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Vor Ort sieht nun vieles anders aus

© Jan Padilla

Trendforscher Quinby auf ITB Berlin NOW: Hoffnung sind die Gutverdienenden

Die mit dem Tourismus verbundenen Vor-Ort-Attraktionen haben sich durch die Pandemie teils drastisch verändert, berichtete Douglas Quinby, Gründer der Reiseplattform Arival, auf der ITB Berlin NOW Convention. Eine Trendforschung brachte erwartbare, aber auch überraschende Ergebnisse.

Das Segment „Outlook Tours, Activities, Attractions“ etablierte sich laut Quinby bis 2019 als drittstärkstes Segment der Reiseindustrie mit einem Umsatzvolumen von weltweit 254 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr blieben davon wegen Corona 24 Prozent übrig. Wer überleben wollte, suchte nach Auswegen.

Viele Anbieter fokussierten sich auf das einheimische Publikum: Wer vorher Gruppenradtouren durch die Stadt anbot, wurde zum Fahrradverleih für ÖPNV-Scheue. Wer Touristencatering betrieb, versuchte es mit „to go“-Essen für Berufstätige. „Das wird auch noch 2021 so bleiben“, prognostizierte Quinby.

Die technologischen Innovationen erlebten einen noch nicht beendeten Aufschwung. Bei den Vor-Ort-Aktivitäten war diese Zunahme wegen der Reservierungspflicht teilweise erzwungen, wird aber laut Quinby anhalten. Virtuelle Reisen wurden sehr populär. Sie dürften sich aber nach Ansicht des Arival-Gründers nicht als Umsatzbringer durchsetzen.

„Die Erholung wird aber nicht auf sich warten lassen“, tröstete Quinby die Branche. Schon für 2021 sagte er eine Steigerung auf 53 und für 2022 auf 80 Prozent des Vor-Corona-Niveaus voraus. Getrieben werde das - und das war die größte Überraschung der Survey - von den Besserverdienenden. Zumindest in den USA gaben 89 Prozent der Befragten an, nach Corona über genauso viel oder gar über mehr Geld zu verfügen als 2019 – wohl unter anderem, weil sie aufs Reisen verzichten mussten. Das würden sie jetzt wohl bald wieder tun. Ihre Gruppe stellt zwar nur 40 bis 45 Prozent aller Reisenden, steht aber für 62 Prozent des Umsatzvolumens.

Medienkontakt: www.arivalevent.com/contact/

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