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Die Pandemie als Weckruf

© Scott Graham

Experten raten Tourismusbetrieben auf der ITB Berlin NOW Convention zu strategischem Personalmanagement

Tourismus im Online-Studium lernen – geht das? Die Antwort, die drei Tourismus-Professoren auf der ITB Berlin NOW Convention am Donnerstag gaben, war zwiespältig. „Mittlerweile gehen wir ins dritte Corona-Semester, da haben sich bestimmte Prozesse eingespielt und wir haben viel gelernt", sagte Prof. Dr. Marco Gardini von der Hochschule Kempten. „Aber ein wichtiger Teil der Tourismusausbildung sind natürlich auch Exkursionen aller Art. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass die Studierenden die Praxis kennenlernen, idealerweise im First Life und nicht im Second Life-Modus", erläuterte Gardini. Die Corona-Pandemie, so der Professor, mache aber auch deutlich, dass die touristischen Arbeitgeber vor neuen Herausforderungen stehen. „Aus meiner Sicht ist Corona der letzte Weckruf für die Unternehmen, sich mit dem Thema Personalmanagement endlich strategisch auseinanderzusetzen", beteuerte Gardini.

Während die Praxisnähe der Ausbildung unter der Pandemie leidet, hat sich der internationale wissenschaftliche Austausch verbessert. „Wir werden internationaler, gerade weil wir auch digitaler werden. Ich hatte noch nie so viele Gastvorlesungen und Gastprofessoren wie in letzter Zeit. Der internationale Austausch funktioniert direkter, man kann spontaner einsteigen. Das wird positive Auswirkungen auf die Lehre und auf Forschungsprojekte haben und davon können wir profitieren", so Prof. Dr. Harald Pechlaner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Auch wenn der Tourismus derzeit im schwierigen Fahrwasser ist, langfristig zeigten sich die Panel-Teilnehmer optimistisch. „Ich bin mir sicher, dass der Tourismus zurückkommt. Und wenn er wieder ins Laufen kommt, dann werden auch gute und qualifizierte Arbeitsplätze gebraucht", sagte Prof. Dr. Jürgen Schmude von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Text: Rainer Heubeck

 

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