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Reisemediziner warnen: Klimawandel bringt neue Gesundheitsrisiken für Touristen

Der Klimawandel bringt auch für Reisende neue Risiken. Tropische Viruserkrankungen, Hitzestress, Quallenplagen, Seenot und selbst Skiunfälle bei erhöhten Außentemperaturen aufgrund veränderter Schneequalität können auf die zunehmende Erderwärmung zurückgeführt werden, erklärten Experten des Centrum für Reisemedizin (CRM) auf einer Pressekonferenz im Rahmen des bereits 17. Forums Reisen und Gesundheit auf der ITB Berlin.

Ursprünglich tropische  Viruserkrankungen werden zunehmend auch in gemäßigten Breiten beobachtet. „Eine Ursache ist, dass die Überträgermücken in diesen Gebieten inzwischen derart gute klimatische Verhältnisse vorfinden, dass sich die übertragenden Parasiten in ihnen vermehren und festsetzen können“, erklärte Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Haditsch. Dengue-Fieber wurde 2010 erstmals in Europa diagnostiziert. Auch werden FSME übertragende Zecken in immer größeren Höhen im Gebirge vorgefunden, ebenfalls ein Ergebnis der Erderwärmung. Gesundheitliche Gefahren können aber auch Durchfallerkrankungen auf Reisen mit sich bringen: Die Reise selbst gibt bereits Anlass zur Veränderung der Darmflora. Kommt ein Durchfall hinzu, der auch noch mit vorschneller Gabe von Antibiotika kuriert werden soll, können die gefürchteten multiresistenten Keime entstehen und übertragen werden. Wichtig ist in jedem Fall eine möglichst umfassende medizinische Beratung rechtzeitig (möglichst sechs bis acht Wochen) vor der Reise, damit bei Bedarf auch noch Impfungen möglich sind, so die Reisemediziner vom CRM.

Robert Kluge

 

Pressekonatkt:
Kerstin Ullrich
Telefon: +49-(0) 711 8931 641
E-Mail: kerstin.ullrich@thieme.de
Website: www.crm.de
 

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