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Sachsens Raddampfer und Dampfrösser

Dampfer vor dem Schloss Pillnitz, © SDG

Im Stil historischer Industriekultur kann man in Sachsen sowohl auf dem Wasser, als auch auf der Schiene auf erlebnisreiche Reisen gehen. In der Landeshauptstadt Dresden ist die älteste und größte Raddampfer-Flotte der Welt beheimatet und nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Dampfeisenbahnen wie in Sachsen.

Schiff ahoi: Industriekultur zu Wasser

Die Geschichte der vor der berühmten Dresdner Altstadtkulisse mit Frauenkirche, Residenzschloss, Hofkirche, Zwinger und Semperoper aufgereihten Dresdner Raddampferflotte ist lang. Und spannend. Ihr Heimathafen ist das Dresdner Terrassenufer unterhalb der Brühlschen Terrasse und der Festung Dresden. Im Jahre 1834 verkehrte erstmals ein Heckraddampfboot des Zuckersiederei-Besitzers Heinrich Wilhelm Calberla zwischen Hamburg und Dresden. Drei Jahre später konstruierte Andreas Schubert die „Königin Maria“, das erste deutsche Personendampfschiff. Und heute? Heute befährt die größte und älteste Raddampfer-Flotte der Welt die Elbe zwischen dem Weindorf Diesbar-Seußlitz im Elbland und dem Kurort Bad Schandau im Nationalpark Sächsische Schweiz. Auf neun historischen Raddampfern können Passagiere Industriekultur hautnah erleben. Dabei sehen sie mit eigenen Augen, wie die Oldtimer akribisch und liebevoll gepflegt werden, und das sehr erfolgreich: Sieben Raddampfer sind bereits seit dem 19. Jahrhundert auf dem Wasser unterwegs. Die „Diesbar“ wird mit Maschinenteilen der weltweit dienstältesten Dampfmaschine eines Flussdampfers aus dem Jahr 1841 betrieben. Noch heute fährt der Dampfer auf der sächsischen Weinstraße entlang der Kulisse der Weinberge. Die „Stadt Wehlen“ hat noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel: der Dampfer feierte 2017 sein 160-jähriges Jubiläum.

Entschleunigung auf der Elbe

Das typische Schnaufen der Dampfmaschine und die beruhigend gleichmäßigen Bewegungen der Schaufelräder und Dampfkolben machen die Fahrt zu einem einzigartigen -Erlebnis. Nebenbei können sächsische Schätze vom Wasser aus oder bei einem Landgang besichtigt werden. Die Fahrten der traditionsreichen Flotte führen unter anderem zum prunkvollen Schloss Pillnitz oder in den Nationalpark Sächsische Schweiz.

Bahn-Nostalgie Sachsen Durch verwunschene Täler bis zu ungeahnten Höhen Doch Sachsen ist nicht nur Dampfschiff-Hochburg, sondern auch das Land der Dampfeisenbahnen. Nirgendwo sonst zischt und schnauft es so zahlreich wie hier. Mit 500 km Gesamtstrecke war das Netz der Sächsischen Schmalspurbahn einst das größte der Welt und diente Fahrgästen für Touren zu entlegenen und zauberhaften Orten.

Noch heute sind fünf Schmalspurbahnen in Sachsen aktiv. Sie schlängeln sich an idyllischen Flussläufen wie der Weißeritz entlang, oder winden sich über steile Bergpfade, wie etwa die Fichtelbergbahn. Drei ehemalige Schmalspurbahnen werden außerdem als Museumsbahnen betrieben. Auf der touristischen DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen, die auf dem Straßenweg befahrbar ist, können Fans quer durch das Land sächsische Gastlichkeit erleben, egal ob zwischen Zittau und Leipzig oder Fichtelberg und Lößnitzgrund. Ein Netz aus 750 Streckenkilometern verbindet insgesamt 68 Stationen in ganz Sachsen, das vom historischen Kulturerbe zeugt. Um über 175 Jahre Eisenbahngeschichte ungebremst erleben zu können, erhalten zahlreiche Vereine, Interessenverbände und Museen die vielgeliebte Tradition: Museumsbahnhöfe, Miniatur- oder Parkbahnen und Eisenbahnmuseen machen die „Faszination Dampflok“ in Sachsen aus.

Bitte vormerken: Sachsen ist offizieller Kulturpartner der ITB NOW 2021. Wichtigster Treffpunkt, um in Sachsens kulturelles Angebot einzutauchen, ist vom 9. 12.3.21 das digitale Kultur-Café mit Interviews, Videos, Musik von Klassik bis Rock und Präsentationen.

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