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Smart SPA: Digitale Technologie intensiviert Wellness-Erlebnis

René Pier, Coach, Berater, Designer und Partner bei Schienbein + Pier

Die Zukunft gehört dem Internet of Things. Selbst vor Wellness-Bereichen, in denen Urlauber sich gerne fern von WLAN, Smartphone und Co wähnen, macht die digitale Technologie nicht halt. Im Gegenteil, erklärte René Pier heute auf dem ITB Experts Forum Wellness auf der ITB Berlin 2017.

Der Coach, Berater, Designer und Partner bei Schienbein + Pier entwickelt derzeit mit einem Badausstatter auf 20 Quadratmetern den Prototyp des Smart SPA. Konkret: Einen Raum mit einem in natürlichem Wellenmuster digital gefrästen Sandsteinboden, der über tellerförmige OLED-Leuchten verfügt, die alle Wetterszenarien nachbilden können. Die Horizontal-Dusche entlässt über speziell geformte Düsen „gravitätisch“ geformte Tropfen, die mit ihrer Donut-Form ganz anders fallen und leichter auftreffen als ihre kugelförmigen Verwandten. Pumpe und Ventil können über eine Software angesteuert werden, die nicht nur den Wasserfluss reguliert, sondern auch Licht, Sound und Aromazusätze zuschalten und so beliebige Szenarien komponieren kann. Im Magic Mirror verbirgt sich eine biometrische Gesichtserkennung, die beim Hineinsehen beispielsweise Video-Tutorials mit Schminktipps einspielt – On-Tap-Shopping-Funktion für fehlende Accessoires inklusive.

Den Menschen ersetzen will Pier nicht: „Die Mensch-zu-Mensch-Interaktion brauchen wir. Ich will bei der Massage eine echte Hand auf meinem Rücken spüren.“ Per Gestenerkennung könnte ein Behandler jedoch weitere Sinnesreizgeber aktivieren, gerne auch automatisch in den Bewegungsablauf eingebettet. Und ein sprachgesteuert bereitgestellter Kräutertee darf im Smart SPA natürlich auch nicht fehlen.  

Pier findet, neue Technologien helfen, komplexe Erlebniswelten nachzubauen, die alle Sinne ansprechen – naturidentisch, vielschichtig und intensiv. Das ermögliche, bisher häufig nüchterne Behandlungszimmer und selbst ganze Badewelten auf ein neues Wellness-Niveau zu heben. Auf eines komme es dabei jedoch an: „Nicht die Technologie steuert mich – ich, in meinem individuellen Zustand, den die sensible Sensorik erfasst, steuere die Technologie.“ Personalisierter gehe es kaum.

Isabel Bommer

www.itb-kongress.de

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