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Social Commerce: Mit Facebook zur traumhaften Travel-Kampagne

Viel zu oft sprechen wir über Facebook. Heute sprachen viele mit Facebook. In einer Deep Dive Session auf ITB Berlin Kongress erfuhren sie aus erster Hand, dass die Algorithmen hinter Facebook und Co nicht unbedingt mehr können, als man denkt, sondern genau das, was Marketeers von ihnen erwarten – und vor dem sich datensensible Nutzer gruseln.

Social Commerce nennen es Jan Starcke und Malte Galus, wenn Unternehmen Leistungen und Produkte über Social Media vertreiben. Und beide helfen ihnen gerne dabei, hoch granulare Nutzerdaten für diese Zwecke systematisch einzusetzen. Der eine ist verantwortlich für die Reise-, Gesundheits- und Versicherungsbranche für Facebook Europe. Der andere ist Director Digital Advertising bei der Bremer Agentur construktiv.

„Seit zwölf Jahren höre ich: Jetzt kommt Mobile. Ich kann ihnen versichern, jetzt ist Mobile – und das verändert die Art, wie und wann Anbieter werben, und wie sie insbesondere mit jungen Zielgruppen interagieren“, konstatiert Jan. Das Smartphone in der Tasche ersetze den PC – in Afrika und Asien noch mehr als in Europa. „In Videos und Bildern kann ich auf sehr emotionale Weise sehen, was meine Freunde gerade wo machen – ich  muss Urlaubsziele nicht mehr suchen, sie finden mich. Persönlich, authentisch.“ Und das alles nicht mehr in einer Abendstunde vor dem Fernseher, sondern in Tausenden kurzer Momente, die wir auf den kleinen Bildschirm schauen – durchschnittlich 122 Minuten am Tag, rund um die Uhr, rund ums Jahr.

Ob Facebook oder Instagram: „Die gleichen Algorithmen im Hintergrund können Marketing-Botschaften genauso unter die täglich mehr als 10.000 auf jeden von uns einstürmenden Online-Informationen mischen, dass sie die Zielperson mit hoher Wahrscheinlichkeit genau dann erreichen, wenn der Moment hoch Relevant ist“, erklärte Malte. Die Analytik erkennt, wonach ein Nutzer gerade schaut und spielt die passenden Botschaften aus. Das steigert die Chance auf Wahrnehmung und Konversion. Und sie kann diese Aktionen auch auf Nutzer übertragen, die statistisch vergleichbar sind und sich gerade ähnlich verhalten – auch wenn wir sie noch gar nicht kennen. Die Skalierung der Zielgruppe wird hoch effektiv.

Im Fall „Wanderurlaub am Wilden Kaiser“ konnte das Team von construktiv die Kosten pro generiertem Lead mit einer konzertierten Facebook-Instagram-Kampagne zuletzt um 25 % senken. Die Kampagnenmanagement-Statistik ist so präzise, dass jedem Marketingverantwortlichen das Wasser im Mund zusammenlaufen muss. Das einzige, was sie nicht ausweist, sind die Namen der User, die erreicht wurden. Gehen würde das sicher auch, aber es gibt eben doch eine Ethik.   

Wichtig zu wissen: Convenience kann die Kaufentscheidung im Social Commerce stärker beeinflussen als der Preis: „Wenn sie es nicht über das Smartphone buchen können, wird es vielen Usern einfach zu umständlich. Bevor sie an den PC gehen, nehmen sie eben, was mobil geht. Der Preis wird in diesem Moment zweitrangig“, weiß Jan Starcke. 

Isabel Bommer

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