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Statement für Menschenrechte

© Toni Reed

Manager werben auf ITB Berlin NOW für offene LGBT+-Freundlichkeit

Die weltweite LGBT+-Community kann nach der Pandemie gleich aus zwei Gründen aufatmen. Tourismus-Anbieter sollten die neue Offenheit für ein offenes Bekenntnis zu ihr und damit zu den Menschenrechten nutzen, schlugen die Teilnehmer eines Roundtables auf der ITB Berlin NOW Convention vor.

Neben dem wohl in einigen Monaten wieder möglichen Reisen ist der zweite Grund zur Hoffnung der Umstand, dass die Vereinigten Staaten sich durch die Präsidentenwahl deutlich von Homophobie als Teil des politischen Programms verabschiedet haben, wie John Tanzella, der Präsident des Weltverbandes für LGBT+-Reisen IGLTA, sagte. Er hoffe, dass die neue Regierung helfe, den Tourismus lesbischer, schwuler, trans- und bisexueller Menschen weltweit weiter zu etablieren. Tanzella sah auch in Brasilien eine neue Besinnung auf Toleranz und Liberalität. Er lehnte zugleich einen Reiseboykott-Aufruf für jene rund 70 Ländern.

In Grußworten zur ITB Berlin NOW positionierte auch die spanische Tourismusministerin María Reyes Maroto Illera ihr Land als definitiv weltoffen und inklusiv. Spanien sei nicht nur „führend bei Sonne und Sand“, sondern auch Vorkämpfer für eine inklusive Welt, in der alle frei am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten. Arturo Ordiz Arduan, der Direktor des spanischen Touristenbüros in Berlin, erinnerte an die einschlägige Tradition Spaniens, die bereits in den 1960er Jahren berühmt war, als Torremolinos als Hotspot schwulen Tourismus bekannt war.

In vielen Ländern, darunter Deutschland, gibt es bereits Qualitätssiegel für Touristik-Anbieter, die LGBT+-freundlich sind. Die LGBT+-Beauftragte der Messe Berlin, Rika Jean-Francois, plädierte ebenso dafür, diese viel häufiger zu nutzen, wie Philip Ibrahim von Pink Pillow, den LGBT+-freundlichen Berliner Hotels. Es sei ein starkes Bekenntnis für Menschenrechte und Gleichberechtigung, was ja auch für das Reisen insgesamt gelte, bei dem man sich gewissermaßen freiwillig zur Minderheit mache.

Medienkontakt:

www.iglta.org

Text: Thomas Rietig

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