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Tourismus in Europa wächst gesund: Low-Cost-Anbieter werden am meisten profitieren

Tourismus wächst – in Europa mit prognostizierten 4 Prozent für 2017 fast so gesund wie der globale Durchschnitt. Die europäischen Airline-Kapazitäten wachsen mit 6 Prozent allerdings deutlich schneller als der Markt (plus 1,5 Prozent GDP). Das bringt Überkapazitäten, die für fallende Flugpreise sorgen, erwartet Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer Ryanair. Insgesamt gibt er vor allen den Anbietern Chancen, denen es gelingt, ihre Preise niedrig zu halten. Das gelte vor allem für Spanien: Das Land profitiere zwar mit Portugal, Italien und Griechenland von der Verlagerung des Reisestroms aus der Türkei – allerdings nur, solange die Hotelpreise nicht weiter stiegen.

Tatsächlich hält Jacobs sogar mehr Tourismus-Plus für möglich: Terrordrohungen hielten Europäer in der Region. Ein starker Dollar und die Trump’sche Stärkung des Mittelstandes motiviere US-Amerikaner zum Besuch. Nicht nur Griechenland, sondern auch Berlin sollten ehrgeiziger planen: Erstere rechneten 2017 mit 30 bis 35 Millionen Besuchern, dabei wären 40 Millionen möglich. Der drittmeistbesuchten Metropole Europas rät Jacobs dringend, alle drei Flughäfen zu öffnen, um statt Kapazitäten zu reduzieren Platz für 50 bis 75 Millionen Besucher zu schaffen. Denn BER schaffe nach Eröffnung mit 27 Millionen Passagieren weniger als die 35 Millionen Besucher, die Berlin schon heute zähle.

Ryanair und das Billigflieger-Segment haben laut Jacobs beste Aussichte: 2017 werden sie auf der Kurzstrecke erstmals einen größeren Marktanteil halten als die Netzwerk-Carrier (51 zu 49 Prozent). Und die Iren bauen aus: „Wir wollen überall antreten, unser Netz und unsere Services weiter ausbauen und ein größeres Stück des Reisekuchens abdecken“, so Jacobs. Über die Webseite – eine der meistbesuchten der Branche – sollen immer mehr reisebezogene Produkte, Dienstleistungen und Packages angeboten, der Traffic konvertiert werden. Ein jährliches Plus von zehn Prozent steht mittelfristig auf Ryanairs Fahnen, bei fallenden Flugpreisen und trotz, oder gerade wegen, der größten Sitzabstände (31 Inches) unter den Mitbewerbern. Aus den sieben Prozent Anteil am deutschen Flugreisemarkt sollen schon bald 20 Prozent werden – der Zusammenschluss von Lufthansa und Airberlin und die aus der Dominanz resultierenden Preissteigerungen würden Low-Cost-Carrier Ryanair dabei gar in die Karten spielen.       

Isabel Bommer

www.itb-kongress.de

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