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Tourismusbranche auf Erholungskurs: Gute Chancen für den Osterurlaub

Virtuelle ITB Berlin NOW mit 3500 Ausstellern aus 120 Ländern hilft der Branche beim Neustart

Virtuelle ITB Berlin NOW mit über 3500 Ausstellern aus 120 Ländern hilft der Branche beim Neustart

Osterurlaub in diesem Jahr sei noch möglich, sowohl national wie international, wichtigste Voraussetzung dafür sei eine intelligente Teststrategie. Diese Auffassung vertrat Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverband (DRV) auf der virtuellen Eröffnungspressekonferenz der ITB Berlin NOW: „Die Balearen haben eine Inzidenz von 32, wir in Deutschland haben eine Inzidenz von über 60. Wo ist das Risiko nach Mallorca zu reisen? Wer will wen vor wem schützen? Es gibt genügend sichere Destinationen", sagte Fiebig. Gesundheitsschutz, so Fiebig, sei auf einer organisierten Pauschalreise leichter zu gewährleisten als in der Berliner S-Bahn.

Etwa 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, den USA und China, so Claudia Cramer, Director Market Research des Marktforschungsinstituts Statista, planten im Jahr 2021 eine Reise. Das Treffen und Beisammensein mit Freunden und Verwandten sei dafür ein wichtiger Impuls. Im Trend lägen 2021 zudem Outdoorreisen und Naturerlebnisse.

Bis sich die Touristikbranche vollständig von den Einbrüchen durch die Corona-Pandemie erholen wird, dürfte es jedoch zwei bis fünf Jahre dauern, so Caroline Bremner, Head of Travel Research von Euromonitor International. Auch für 2021 rechne man für die Branche noch mit zwanzig bis vierzig Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2019. Im Idealfall könnte 2022 dann die Erholung folgen, sollte es allerdings bei den Impfungen zu Verzögerungen können, könnten es auch insgesamt fünf Jahre dauern, bis sich die Branche wieder erholt habe. Neu in diesem Jahr: Mit dem „Sustainable Travel Index“ hat Euromonitor International erstmals die Nachhaltigkeitsbemühungen von Reisezielen untersucht. Schweden sicherte sich dabei den ersten Platz als nachhaltigstes Land.

Auf der rein virtuelle ITB Berlin NOW, die bis zum Freitag dieser Woche dauert, sind, so Martin Ecknig, Geschäftsführer der Messe Berlin, über 3500 Aussteller aus 120 Ländern vertreten, zudem seien rund 800 Medienvertreter und Reiseblogger mit dabei. „Ich bin mehr als erfreut, dass wir der Travel Community ein globales Treffen ermöglichen können. Das ist die erste völlig virtuelle Ausgabe der weltweit führenden Reisemesse", erläuterte Ecknig am Dienstagmorgen. Während sich die ITB Berlin NOW dieses Jahr nur an Fachbesucher wendet, können sich reiselustige Verbraucher beim Berlin Travel Festival Inspiration holen. Das Partnerevent findet parallel zur Messe und ebenfalls komplett virtuell statt. An vier Abenden steht jeweils ein Reisethema im Mittelpunkt.

Langfristig, so Ecknig, könne eine virtuelle Messe ein persönliches Treffen jedoch nicht komplett ersetzen. „2022 wollen wir deshalb die Kernelemente eines physischen und einer virtuellen Messe kombinieren", kündigte Ecknig an, der sich überzeugt davon zeigte, dass sich die Tourismusbranche künftig erholen, aber auch neu ausrichten werde.

 

Text: Rainer Heubeck

 

 

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