Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Vertrauen im virtuellen Raum

ITB NOW

Designer und Motivatoren diskutieren auf ITB Berlin NOW

Nur wenn man ganz präsent ist, stellt sich auch am Monitor Vertrauen in Konferenzteilnehmer ein. Davon waren Plattformdesigner und Moderatoren auf der ITB Berlin NOW Convention überzeugt.

Vor der blau-weißen ITB-Weltkarte als Hintergrund erläuterte KI-Designer Christian Mio Loclair, wie sein virtuelles Raumprojekt „Journee“ entstand. „Du musst Zeit und Raum gestalten.“ Der Creative Director und sein Team der Designagentur Waltz Binaire hatten vor einem Jahr eine richtige dreidimensionale Skulptur bekommen, und niemand war da, um sie zu bewundern. Also bauten sie im Lockdown ein virtuelles Museum drumherum, wo sie angemessen präsentiert wurde, und luden das Internet dazu ein.

„Wichtig ist der gewisse Pieks, der einen Museumsbesuch zu etwas Besonderem macht“, sagte Loclair. „Hineinkommen darf nicht ganz einfach sein, aber auch nicht zu schwer.“ So entstand das kommerzielle Projekt „Journee“, das inzwischen 50.000 Gäste bei 20 Events hatte und über 40 virtuelle Welten verfügt.

Regina Friess, Professorin für Medienkonzeption an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft, sagte: „Ich habe Vertrauen, dass es Vertrauen im virtuellen Raum gibt.“ Sie riet dazu, die virtuelle Umgebung für Meetings „irgendwo zwischen World of Warcraft und Wohnzimmer anzusiedeln.“ Wenn Teilnehmer ihren kleinen persönlichen Raum zeigten, sei das schon eine Basis für Vertrauen.

Für Moderierende komme es wie im Analogmodus darauf an, zumindest theoretisch Augenkontakt herzustellen und auf die Körpersprache zu achten. Darüber hinaus sei „Vorbereitung und kompromisslose Aufmerksamkeit das A und O“, betonte AC Coppens, CEO der Beratungsfirma The Catalysts. Die Teilnehmenden müssten sich abgeholt fühlen und den Eindruck haben, dass man als Mensch im Meeting sei und nicht nur als Tool.

Text: Thomas Rietig

ITB Berlin auf Facebook

ITB Berlin auf Twitter