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VIR warnt: Deutsche Reisebranche darf Digitalisierung nicht verpassen

Michael Buller

Digitale Vertriebskanäle sind die wichtigsten in der Urlaubs- und Freizeittouristik, postulierte der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) heute auf der ITB Berlin. Von den 2,9 Milliarden Euro Mehr Umsatz gegenüber Vorjahr (2015: 57,4 Mrd. gegenüber 2014: 54,5 Mrd. – Quelle GfK Reiseanalyse) wurden 60 Prozent über Internet und Co. erwirtschaftet. Allerdings sieht die Branche hier auch eine große Herausforderung: „Wir brauchen endlich eine andere Haltung gegenüber der Digitalisierung – in der Touristik und in der Politik“, sagt VIR-Vorstand Michael Buller. Sie sei keine Randerscheinung, sondern die Zukunft. Das Internet sei der größte Reisekatalog der Welt, aus dem sich Urlauber immer häufiger die Bestandteile ihres Trips selbst kombinierten. Pakete und Pauschalreisen träten immer mehr in den Hintergrund, der „langfristige Strukturwandel zu Gunsten von einzelnen Reisebausteinen, vor allem getrieben durch die Dynamik bei den Online-Buchungen“ sei in vollem Gange.

Auch Trends wie die Zunahme von Kurzurlaubsreisen (zwei bis vier Tage) oder Last-Minute-Buchungen (18,8 Prozent planen für 2016 einen Kurzfrist-Urlaub gegenüber 14,4 Prozent in 2015) führt der Verbandschef auf die starke Digitalisierung zurück:  Die schnelle Buchungswege machten es möglich – mit der großen Chance, dass dadurch nicht weniger, sondern mehr Geld ausgegeben werde. Trotz nur mehr 6,1 Tagen durchschnittlicher Reisedauer, ein historischer Tiefststand, stiegen die Ausgaben für vorab gebuchte Leistungen pro Tag von 88,5 Euro (2012) auf 94,9 Euro (2015). 

Wer diese neue Masse erreichen und Chancen der Technologien ausschöpfen wolle, müsse sich ihnen zuwenden und mit Big Data umgehen können. „Wir brauchen Neugier in dieser Industrie und nicht Menschen, die das kleinreden. Wir brauchen Gesetze, die pro Digitalisierung gehen – statt solche, die versuchen, uns in ein Korsett zu zwängen. Und wir brauchen schnell klare Entscheidungen hinsichtlich der Anforderungen, denn wir brauchen Zeit, um die Systeme entsprechend zu programmieren“, bringt es Verbandschef Buller auf den Punkt. Sonst drohe der deutsche Reisevertrieb, hinter den internationalen Wettbewerb gefährlich zurückzufallen.

Isabel Bommer

 

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