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Weltpremiere auf ITB Berlin NOW

© Niklas Veenhuis

Schweden liegt beim erstmals erhobenen "Sustainable Travel Index" von Euromonitor International auf Platz 1

Nachhaltigkeit ist ein Dauerthema im Tourismus, doch eine systematische Bestandsaufnahme, die den weltweiten Stand beleuchtet, gab es bislang noch nicht. Auf der ITB Berlin NOW Convention stellte Caroline Bremner von Euromonitor International den neu geschaffenen "Sustainable Travel Index“, der sieben Pfeiler und 57 Indikatoren berücksichtigt, ausführlich vor – und präsentierte bei dieser Weltpremiere auch gleich das Ergebnis der ersten Erhebung. Die zehn nachhaltigsten Reiseländer – von 99 Ländern, die berücksichtigt wurden – liegen demnach allesamt in Europa. Es sind Schweden, Finnland, Österreich, Estland, Norwegen, die Slowakei, Island, Lettland, Frankreich und Slowenien. Schwedens erster Platz liegt dabei keineswegs nur am Greta-Effekt, auch wenn Caroline Bremner die kritische Haltung der Schweden gegenüber Flugreisen ausdrücklich würdigte. „Schweden kümmert sich seit Jahrzehnten um das Thema Nachhaltigkeit, das zahlt sich jetzt aus", beteuerte Bremner, die bei Euromonitor International die Reiseforschung leitet.

Bei der Erhebung des Indexes, so die Marktforscherin, seien ihr auch in vielen Ländern, die es nicht in die Top 10 geschafft haben, positive Ansätze aufgefallen. Beispiele dafür seien die Smart Cities in den Niederlanden und der hohe Anteil erneuerbarer Energie und die Ausweitung von Naturschutzgebieten in Costa Rica. Insgesamt, so Bremner weiter, sei im Tourismus ein Paradigmenwechsel festzustellen. Es gehe weg vom Massengeschäft, hin zu einem sinn- und wertstiftenden Tourismus, der für alle Beteiligten von Nutzen sei.

Dr. Petra Stolba, die Geschäftsführerin der Österreich Werbung, erläuterte, dass in ihrem Land gezielt darauf hingearbeitet wurde, Österreich als eine der nachhaltigsten Destinationen der Welt auf die touristische Landkarte zu bringen. Man sei weggegangen vom reinen Destinationsmarketing und habe sich vor allem auf Destinationsmanagement konzentriert. „Der Tourismussektor sollte anfangen, verantwortlicher zu handeln", forderte Stolba. Eine zentrale Aufgabe sei es, Destinationen so zu gestalten, dass dies das Leben der Menschen verbessert. „Das Leben der Menschen, die dort leben und das Leben und die Erfahrung der Besucher – und zwar genau in dieser Reihenfolge", sagte Stolba.





Medienkontakt:

Euromonitor International

press-emea@euromonitor.com

www.euromonitor.com

 

Text: Rainer Heubeck

 

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