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Wunsch nach Besonderheit – Großes Potenzial bei digitalen Individualreisen

ITB Berlin 2017 Individualreisen

ITB Berlin 2017 by „young press”

Beim 23. Presseworkshop der Thomas-Morus-Akademie Bensberg in Kooperation mit der ITB Berlin recherchierten junge Journalisten unter Anleitung von professionellen Reisejournalisten täglich während der ITB Berlin Trends und Neuheiten der Touristikbranche für den eigenen Blog und Social-Media-Portale. Der ITB Berlin Newsroom stellt eine Nachlese der thematischen Schwerpunkte vor.

Wunsch nach Besonderheit – Großes Potenzial bei digitalen Individualreisen

Der Trend von Individualreisen abseits ausgetrampelter Tourismuspfade nimmt durch die Digitalisierung zu. Dies bestätigt auch die mehr als zehn jährige Erfolgsgeschichte von „erlebe-fernreisen“. Erzählungen der Einheimischen in Kuba lauschen, zu mystischen Kraterseen in Ecuador hinaufklettern, Lampions basteln in Vietnam – das Angebot von über 45 Reisezielen macht das Außergewöhnliche möglich. Mit dem sogenannte „Bausteinkonzept“, kann jeder seine eigene individuelle Reise zusammenstellen. Reisespezialisten unterstützen telefonisch oder per Mail bei der richtigen Zusammensetzung. Die Bausteine beinhalten Kurzreisen von zwei bis acht Tagen, Ausflüge und Touren sowie Mietwagen, privater Fahrer oder öffentliche Verkehrsmittel. Damit schafft es „erlebe-fernreisen“ auf die Liste der 50 umsatzstärksten Reiseveranstalter Deutschlands.

Marktforscher sehen in den Individualreisen großes Potenzial. Trotzdem ist die Pauschalreise nach wie vor beliebt. Ihr Marktanteil lag in den letzten Jahren konstant bei über 40 Prozent. Das könnte sich bald ändern: Durch den Einfluss von Social Media und Bloggern sind die „Urban Explorers“ entstanden – ein neuer Typ von Reisenden, die auf der Suche nach Besonderheiten sind. Soziale Netzwerke schaffen durch Insiderwissen Identifikation und Zugehörigkeit. Diesem Trend folgt auch das Startup-Unternehmen „Fairaway Travel“. Im Gegensatz zu „erlebe-fernreisen“ arbeitet das Unternehmen nicht mit Bausteinen. „Fairaway“ setzt auf lokale Reiseexperten – die Kunden bekommen einen direkten Ansprechpartner. Diese sind Deutsche oder Europäer, die in dem jeweiligen Land leben, sowie Einheimische. Via Social Media, Skype, Mail oder Telefon, gestalten sie die Reise bereits vorab nach den Wünschen und Vorstellungen des Kunden. Alle „Fairaway“ Reisen sind CO2-neutral. „Wir sind besonders bemüht, lokale Unterkünfte zu vermitteln – Wohnen inmitten der heimischen Bevölkerung “, erklärte Yvonne Küpper, Marketing Managerin von „Fairaway“. Ihrer Meinung nach sei dies ein Markt, der in den nächsten Jahren weiter aufsteigen wird.

Das „Lokale“ steht hier im Mittelpunkt – Identität und Authentizität. Es macht den Urlaub weniger anonym. „Die Transformation vom Touristen zum ‚Local auf Zeit‘ ist die Dienstleistung, um die es künftig in der Branche geht“, meint auch die Frankfurter Trendagentur „Zukunftsinstitut“. So nutzen Unternehmen immer mehr Social Media für ihre Vermarktung. Die Hotelkette Marriott Australia beispielsweise engagierte hierfür acht Jugendliche als „Digital Concierges“, digitale Hausmeister. Sie posten für das Unternehmen auf Instagram Fotos von ihren Lieblingsplätzen und machen Sightseeingvorschläge. Junge Urlauber können zusätzlich über einen Instant Messenger direkt Fragen an die Jugendlichen stellen und dadurch aktuelle Events und außergewöhnliche Locations kennen lernen. So kann die Stadt mit dem Wissen der Locals authentisch erkundet werden und wird selbst eine Reise zu einem Hotel der weltweit größten Hotelketten zum Individualerlebnis.

Marina Heller

www.young-press.com

Pressekontakt: Julia von La Chevallerie

E-Mail: juliachevallerie@me.com

Tel.: +49 177 507 65 84

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